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Die Zukunft gestalten - Das ganze System in einem Raum

Eine Zukunftskonferenz ist eine besondere Beteiligungsform. Um für eine wichtige Zukunftsaufgabe „das ganze System in einem Raum“ zu versammeln,  braucht es eine sorgfältige Vorbereitungsphase: Welche Personen und Institutionen dürfen nicht fehlen? Um welche Fragen soll es gehen? Dass sich diese intensive Arbeit lohnt, zeigen die Ergebnisse der Zukunftskonferenz „Stadtentwicklung Bergisch Gladbach 2030“.

Alle Interessen in einem Raum
Die magische Zahl der Zukunftskonferenz ist die 8. 8 Interessenfelder bildeten die inhaltlichen Leitplanken für die Konferenz und für jedes Feld wurden jeweils 8 Vertreter mit unterschiedlichen Blickwinkeln eingeladen. Rund 64 Teilnehmer kamen also im November 2010 im Spiegelsaal des Bergischen Löwen zusammen. Mit dabei waren Unternehmer, Vertreter von Bildungseinrichtungen, Naturschützer, Sozialverbände, Verkehrsunternehmen, Jugendliche und viele weitere Akteure aus Bergisch Gladbach.

Ein wesentliches Produkt am Ende der Konferenz:
Ein von zentralen Akteuren der Stadt gemeinsam getragenes Zukunftsbild für Bergisch Gladbach im Jahr 2030. Es wurde manches Mal um den Konsens gerungen, nicht alle Themen kamen durch. Das Zukunftsbild ist stichwortartig im Rahmen einer Arbeitsdokumentation zusammengefasst und fließt in die weitere Arbeit am integrierten Stadtentwicklungskonzept 2030 mit ein. Es folgen beispielhaft einige ausgewählte Inhalte aus Sicht der Moderation:

1. Beispiel Wohnen:
Räumliche Leitbilder wurden neu durchdacht: Ging es zunächst noch stark um den Blick auf die Stadtmitte in Bezug zu den anderen Stadtteilen, so ist am Ende der Arbeit - auch noch einmal mit Blick auf die Nähe zu Köln - deutlich: Gewohnt wird eher „im Westen“ von Bergisch Gladbach - im Sinne einer städtischen Verdichtung. 

2. Beispiel Gewerbeentwicklung mit Augenmaß ist gefragt:
Die bestehenden Potenziale sollten gut geprüft und auf dieser Basis qualitativ weiter entwickelt werden. Auffällig ist die hohe Hotel- und Küchenqualität von Bergisch Gladbach. Mit diesem „Pfund sollte man weiter wuchern“.

Das Zukunftsbild enthält viele weitere gewünschte Qualitäten und teilweise auch konkrete Ideen zum Beispiel für die Themen Bildung, Grünflächen oder Verkehr. Es gibt ein großes Interesse aller Beteiligten an einer weiteren Mitwirkung.

Unser Fazit:
Die Kooperation von Fachplanern der Schulten Stadt- und Raumentwicklung in Dortmund und IKU, dem Dialoggestalter hat sich bewährt und es hat Freude gemacht, den engagierten Prozess in Bergisch Gladbach ein Stück begleiten zu dürfen.

Links zum Stadtentwicklungskonzept der Stadt Bergisch Gladbach

Ansprechpartnerin ist Bianca Bendisch

Fotos: Dirk Rose

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