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Netzausbau : Kommunikation für Amprion und Dialog mit Kommunalen Spitzenverbänden

Der Ausbau von Energieleitungsnetzen ist ein wesentlicher Grundpfeiler für die künftige Stromversorgung. Neue (konventionelle) Kraftwerke müssen angeschlossen und in wachsendem Umfang erneuerbare Energien in das Stromnetz eingespeist werden. IKU berät einen der großen Übertragungsnetzbetreiber: Die Amprion GmbH, mit Sitz in Dortmund, betreibt rund 11.000 Kilometer Höchstspannungsleitungen.

Auf 3.600 Kilometer schätzt die Deutsche Energieagentur dena den Bedarf an neuen Höchstspannungsleitungen in ganz Deutschland. Vier Trassen sind per Gesetz als Pilotvorhaben ausgewählt worden. Sie sind nicht nur essentiell, um den Süden Deutschlands mit Strom aus norddeutscher (Offshore-) Windenergie zu versorgen, sie dienen auch als Testfeld für Erdkabel auf Teilabschnitten. Auf der 380-Kilovolt-Ebene, auf der bisher quasi ausschließlich Freileitungen gebaut werden, betreten die Netzbetreiber hiermit Neuland.

Anhand eines dieser Pilotvorhaben nach dem Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG), der Trasse von Diele nach Wesel (Niederrhein), haben wir ein Kommunikationskonzept entwickelt, das Leitlinien auch für andere Amprion-Projekte enthält. Ziel ist es, die technische Planung und die Genehmigungsverfahren optimal mit der Projektkommunikation zu verzahnen. Denn je näher Leitungsprojekte an Siedlungen heranreichen, desto dringlicher sind Informationsaufgaben und ein proaktiver Umgang mit Widerständen von Betroffenen.

Amprion sucht daher bei Leitungsbauprojekten aktiv den Kontakt zu Eigentümern, Stakeholdern und nicht organisierten Bürger/innen. Unser Konzept enthält dafür strategische Leitlinien, Kernbotschaften und einen „Werkzeugkoffer" für die Maßnahmenebene. Gute Erfahrungen haben die Projektmanager insbesondere mit unseren Veranstaltungen nach dem Muster von „Info-Märkten“ gemacht. Das Format ermöglicht den Gästen einen Überblick über Planungen, rechtliche Aspekte, Umweltwirkungen und Technik. Im direkten Gespräch können die Besucher Detailinformationen bekommen und ihre Meinung im direkten Kontakt zu Projektverantwortlichen äußern. Im Einzelfall beraten wir Amprion bei der Konfliktlösung vor Ort.

Im Rahmen der Netzplattform der Bundesregierung haben wir für klar definierte  Verantwortlichkeiten entlang der tatsächlichen Kompetenzen bei der anstehenden gemeinsamen Informationsoffensive geworben und eine Vereinbarung zwischen Übertragungsnetzbetreibern und den kommunalen Spitzenverbänden (Deutscher Städte- und Gemeindebund, Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag) vorgeschlagen, in der Standards für Informationsaustausch und Verfahrenweisen freiwillig gesetzt werden. Die Gespräche dazu laufen 2012 an.

Ansprechpartner sind Petra Voßebürger und Dr. Frank Claus

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